#havexontour zu Besuch
in Schottland bei Lachs Loch Duart

Havelland Express zu Besuch bei Loch Duart

Im August wurde die Vorfreude auf den Besuch der Firma Loch Duart in Sutherland, im landschaftlich beeindruckenden Nordwesten Schottlands, endlich belohnt.
Gelegen in den atemberaubenden Highlands Schottlands, wird hier nachhaltig Fisch in enger Symbiose zur Natur kultiviert.
Am Flughafen von Inverness empfing uns der symphytische Matthew, Mitarbeiter von Loch Duart, und unser Guide für die nächsten drei Tage. Seine Aufgabe bestand darin, uns die Philosophie Loch Duarts, sowie viele Eindrücke in die Arbeit und Philosophie des Familienunternehmens zu übermitteln. Er ist Teil eines langjährigen, passionierten Mitarbeiterstamms, der seinen Job mit voller Hingabe nachgeht.
Start war der Bereich der Inkubation, dieser beinhaltet das Schlüpfen und Wachsen der Setzlinge. Unter freiem Himmel wachsen hier in Kunstofftanks die Lachsjungen auf, als fingerlange Fische werden diese dann stressfrei zum Farmstandort in Sutherland transportiert.
Das zweite Ziel war die Farmstation in der Nähe von Scourie. Mit Thermoanzügen, Stiefeln und Rettungswesten ausgestattet, ging es in einem kleinen Boot zu den Netzgehegen. Hier finden die Lachse optimale Lebensbedingungen.
Vertäut am Grund, liegen hier insgesamt 14 Netzgehege. Ein Schutznetz über der kompletten Anlage verhindert, dass Vögel und Seehunde den Lachsen zum Verhängnis werden. „Unsere Gehege setzen wir bewusst an die äußeren Buchten, so bleiben die Lachse auf Trab, und die Bewegung verhindert einen zu fettreichen Fisch“, erklärt Kevin. Aktuell verbringen 100.000 Lachse hier ihr erstes Jahr im Meer. Über verbundene Metallgitter erkundeten wir die komplette Lachsfarm. Die Fütterung erfolgt über ein Rohrleitungssystem, welches über Rohre das Futter in die einzelnen Gehege pumpt. Das Futter setzt sich aus genfreiem Getreide, sowie aus nachhaltigen Quellen produziertem Fischmehl zusammen. Das Futtermittel wird speziell für Loch Duart hergestellt, und streng durch Label Rouge und Freedom Food überwacht.
Über ein kleines Kontrollzentrum mit zwei Monitoren werden die Lachse im Wasser beobachtet und die Aufzucht kontrolliert. Auch hier wird voller Hingabe von den Lachsen gesprochen. Sie nennen sie ihre „Babys“.
Bei einem gemeinsamen Sandwich erklärte uns Matthew noch einige Fakten zu der Aquakultur.

 
 

 
 
 

 

Haltung
Es herrscht eine geringe Standarddichte. Das bedeutet, die maximale Dichte beträgt 1,5% Fisch und 98,5% Wasser *. Dieser Umgang minimiert den Stress, und sorgt für maximale Freiheit für die Tiere.
 
Futter

Proprietäre Futtermittelformulierung, mit hohem Fisch- und Fischölgehalt, gentechnikfrei und streng auf Schadstoffe getestet.
 
Antibiotika
Totale Vermeidung von Antibiotika.
 
Regeneration
Jeder Standort hat nach einem Zyklus von 5 bis 12 Monate eine sogenannte Regenerationsphase. Die Buchten werden entfernt, ebenso alle Spuren der Landwirtschaft, um so eine natürliche Regeneration des Meeresbodens zu ermöglichen.
 
Anti-Foulants
Ein Durchschwimmsystem sorgt für die Vermeidung von chemischen Mitteln in Buchten und Netzen. Dadurch kann ein verschmutztes Netz der Bucht entnommen werden, während der Fisch zum nächsten Netz durchschwimmt. So können die gesäuberten Netze trocknen, und die Meeresorganismen (Seetang, Muscheln usw.) ins Wasser zurückfallen. Dies reduziert die Produktionskapazität, je nach Standortkonfiguration um 5 - 8%.
 
Kontrolle auf Seeläuse
Ein patentiertes Trommelfiltersystem entfernt Läuse bei der Sortierung und Ernte.

Zum Abschluss können wir stolz behaupten – wir durften eines der nachhaltigsten Projekte unserer Firmengeschichte kennenlernen.
Wir sagen Danke Loch Duart.



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